In Zeit gemeißelt

Gefallendenkmäler

Europäische Geschichte verstehen

Täter, Opfer, Heldentum: Gefallenendenkmäler in Baden-Württemberg

Dieses Projekt ist eine Zeitreise in die schicksalvollen Jahre zwischen den Kriegen (1919 bis 1939). Anhand der Gestaltung der Gefallenendenkmäler, ihrer Symbolik und Motivik, die die ideologischen Vorstellungen und die Gefühlslage ihrer Entstehungszeit widerspiegeln, wird sichtbar, wie eine zunehmend nationalistische und revanchistische Gesellschaft in den Zweiten Weltkrieg getrieben wurde. Diese Denkmäler waren Ehrung und Programmatik zugleich.

Erinnerungskultur im Wandel

Unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entstanden in nahezu jedem Dorf und jeder Stadt Deutschlands Denkmäler für die gefallenen Soldaten. Sie sollten dem Soldatentod Sinn verleihen und den Hinterbliebenen einen Ort der Trauer geben. Die Namen der Gefallenen und Vermissten sind oft identisch mit denen alteingesessener Familien. Gestaltung, Symbolik und Motivik der Denkmäler spiegeln die Ideologien und die Gefühlswelt ihrer Entstehungszeit wider.

Man kann den Wandel der Mentalität in Deutschland – vom Ende des Ersten Weltkriegs über die Weimarer Republik bis hin zur Herrschaft der Nationalsozialisten – an diesen Denkmälern ablesen. Sie vermitteln auf plastische und eindringliche Weise die Botschaften, für die sie stehen.

Dr. Folkhard Cremer

Das Projekt

Das Buchprojekt dokumentiert fotografisch rund 50 Gefallenendenkmäler des Ersten Weltkriegs in Baden-Württemberg. Historische Postkarten und Fotografien veranschaulichen ihre zeitgenössische Rezeption. Auch der Umgang späterer Generationen wird einbezogen: Porträts von Menschen die sich künstlerisch, forschend, pflegend oder schreibend mit den Denkmälern befassen, schlagen eine Brücke in die Gegenwart.

Umfang

ca. 50 Denkmäler

Region

Baden-Württemberg

Medium

Fotografie & Essay

 

Fotografischer Ansatz

Ein Teil der Denkmäler wird nachts mit Blitzlicht aufgenommen, wodurch die oft theatralische Gestik betont wird und die Umgebung unterbelichtet unsichtbar bleibt. Die Lichtinszenierung hebt Motive von Trauer, Schmerz und Verlust ebenso hervor wie Trotz, Empörung und Rache.

Kontext

Historische Postkarten und Fotografien veranschaulichen ihre zeitgenössische Rezeption. Auch der Umgang späterer Generationen wird einbezogen: Porträts von Menschen, die sich künstlerisch, forschend, pflegend oder schreibend mit den Denkmälern befassen, schlagen eine Brücke in die Gegenwart.

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